GESCHICHTE


1929: GRÜNDUNG DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR FRAUSCHERECK


Im April wird im Gemeinderat über Ansuchen eines Aktionskomitees zur Gründung einer Feuerwehr in Frauschereck beraten. Die Gemeinde ist mit der Gründung einverstanden, die unter dem Kommando von Oberforstrat Rudolf Hanke von statten geht. Erster Kassier ist Karl Berer (Wirt in Frauschereck) und der erste Gerätewart ist der junge Georg Höckner in einem Alter von nur 16 Jahren.
Die alte Saugspritze der St. Johanner Feuerwehr soll, nachdem diese eine neue Spritze bekommen hat, an die neu gegründete Frauscherecker Feuerwehr gehen.


Ein Ansuchen der FF Frauschereck um Gleichstellung der Feuerwehr Frauschereck mit der Feuerwehr St. Johann in Sachen Versicherung der Spritzenpferde, Bezahlung der Pferdebesitzer und des Zeugwartes wird in allen Punkten bewilligt. Die Gemeinde wird auch noch um Zahlung einer Beihilfe von S 550,- zum Bau eines Spritzenhauses mit Schlauchturm in Frauschereck ersucht. Den größeren Teil der Bausumme würde die FF Frauschereck selbst tragen. Auch das wird einstimmig bewilligt.



Als erster Brandeinsatz für die FF Frauschereck zählt der Brand der „Partl"-Kapelle in Schnaidt, der sich etwa Mitte des Jahres 1929 zugetragen hat. Ein Bettler zündete die Kapelle an, weil er bei einem Hausbesitzer statt Geld nur ein Stück Brot erhalten hat.



1930 bis 1938 - DIE DREISSIGER JAHRE


Im Februar 1930, d. h. nur zehn Monate nach der Gründung, wird bereits der erste Feuerwehrball veranstaltet. Die Feuerwehr Frauschereck versucht also von Beginn an, durch Festveranstaltungen finanzielle Mittel aufzubringen um das Gemeindebudget zu entlasten.


ANSUCHEN ZUR DECKUNG DER REPARATURKOSTEN DES AUTOS


Aus der OÖ Feuerwehrzeitung: Sitzung des Landesfeuerwehrbeirates am 23.2.1937 in der Feuerwehrschule:
"Die FF Frauschereck hat an den Landesverband das Ansuchen gestellt, zur Deckung der Reparaturkosten ihres Autos und zur Anschaffung einer neuen Bereifung im Gesamtkostenbetrag von etwa 1.300 Schilling eine entsprechende Unterstützung zu gewähren.
Der Antrag wurde einstimmig abgelehnt.


Im Allgemeinen waren die Frauscherecker - dank des vorhandenen Fahrzeuges - schon damals für ihre rasche Einsatzbereitschaft bekannt.


FRAUSCHERECKER WALDFEST


Anfang August 1937 veranstaltet die Frauscherecker Wehr erstmals ein großes Waldfest. Dieses Fest wird eine echte Tradition, findet es doch - mit Ausnahme der Kriegsjahre - jährlich bis zum Jahre 1978 statt.


1938 bis 1945 - DIE KRIEGSJAHRE


Im März 1938 findet der Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich statt. Österreich wird Teil des deutschen Reiches und führt daher ab sofort den Namen "Ostmark". Es gilt das deutsche Recht, welches auch das deutsche Feuerwehrgesetz nach Saiga Hans bringt.
Im Mai 1938 wird anstelle der Feuerwehren eine "Technische Nothilfe" eingeführt und zugleich - wie überall in Österreich - alle Feuerwehren einer Gemeinde zu einer Wehr zusammengelegt. Als Ortsführer von St. Johann wird der Wehrführer der FF Frauschereck, Josef Salhofer (Kramer in Frauschereck 33) bestimmt.


1945 bis 1973 - KOMMANDANT FERDINAND HELLMANN


Die FF Frauschereck wird nach Kriegsende vom neu gewählten Kommandant Ferdinand Hellmann (Seitl-Ferdl aus Frauschereck 37) neu aufgestellt. Bereits 1946 kann ein neues Feuerwehrfahrzeug, Marke Chevrolet, angekauft werden.
Der Ankauf der ersten Fahne 1953 mit Fahnenmutter Maria Frauscher (Kölbeckerin in Frauschereck 2) sowie der Beginn der Bewerbstätigkeit 1958 und die Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses, ebenfalls 1958, fallen in seine 28-jährige Amtszeit.


In weiser Voraussicht wird unter seinem Kommando 1969 eine Jugendgruppe gegründet, damit ist man im Bezirk Braunau eine der ersten Feuerwehren im Thema Jugendarbeit.

Fahnenweihe 1953
Feuerwehrhaus von 1958 bis 1993

Ferdinand Hellmann legt bei der Wahl 1973 mit 74 Jahren das Kommando der FF Frauschereck in - wesentlich - jüngere Hände.



Im Jahre 1973 wurde das Kommando an Ferdinand Feichtenschlager übergeben. Dieser war erst 23 Jahre alt.

Die Feuerwehr Frauschereck hat sehr viele neue Anschaffungen getätigt. So wurde 1979 ein hydraulisches Bergegerät angekauft.
Weiters wurde Anfang der 80er Jahre der umluftunabhängige Atemschutz sowie Funkgeräte angeschafft. Ebenfalls zu dieser Zeit wurde unser KLF Typ Pinzgauer angeschafft. Zu erwähnen ist das dieser komplett aus Eigenmitteln angeschafft wurde.